KARIN GIER

Als Kind habe ich den Straßenmalern in Düsseldorf über die Schultern geschaut und die Liebe zur Malerei entdeckt. Nicht nur eine Schreinerei in unmittelbarer Nähe mit ihrem Geruch nach frischem Holz und jede Menge “Holzabfällen” als auch alte Mauern, Kellergänge und Fundstücke am Rhein bildeten einen unerschöpflichen Fundus, den es mit allen Sinnen zu entdecken galt. Die Vorliebe für die Haptik von Materialien ist bis heute geblieben und seit über 20 Jahren arbeite ich mit Erden aus dem heimischen Tagebau, der Umgebung oder von unterwegs. Auch Fundstücke mit ihren Abnutzungs- und Witterungsspuren wandern ins Atelier und sind oft Bestandteile meiner Bilder und Assemblagen. Alle diese Materialien sind für mich Zeitzeugen der Erdgeschichte, deren Materialität bis in die Urzeit zurückgeht. Mich faszinieren die Farben, Strukturen und der stetige Rhythmus, die Kraft der Natur, das Werden, Vergehen und wieder Werden. Ich arbeite vorwiegend informell, dabei sind Schichtung, Waschung, Aufbruch und Umbruch wichtige Aspekte im Arbeitsprozess.

Über mich

1954                 
geboren in Düsseldorf

1974                 
Abschluss als Erzieherin, zuletzt Leiterin einer Kindertagesstätte mit Schwerpunkt Kunst, Natur und Musik

1978 – 2006
Studien der Malerei und Keramik bei regionalen Künstlerinnen (z.B. Sigrid Wachenfeld, Ilse Krause, Röder)

2008 – 2014    
Meisterklasse Hannelore Busch, Beuys-Schülerin, Düsseldorf

2011                 
Begleitende Ausdrucksmalerei, Kathrin Franckenberg, Köln

2018 – bis heute
Prof. Qi Yang, Tusche-Malerei

Seit 2005 Mitglied im Vorstand, Kunst.Neuss e.V. (ehem. Neusser Künstlerkreis e. V.) 
Seit 2010 Mitglied im Kunstkreis “Freie Künstler Meerbusch”
Seit 2020 Mitglied in der Produzenten Galerie Judith Dielämmer, Grevenbroich

Lebt und arbeitet in Grevenbroich, verheiratet, 2 Kinder

…. „Ein vorhandenes Konzept wird während des Werkprozesses immer wieder losgelassen, um spontan und intuitiv auf das Bild reagieren zu können. Das Ziel ist der sichtbare Dialog zwischen Werk und Künstlerin, die bestimmte Prozesse fördern, lenken und verhindern kann, doch auch zulassen muss, dass die Naturmaterialien nach eigenen Gesetzen arbeiten. „Lenken und Zulassen“ sind prägende Grundsätze im Kunstschaffen der Künstlerin und sie sieht darin durchaus Parallelen zum Leben.“

– Frau Dr. Carola Gries, Kunsthistorikerin

Ausgewählte Ausstellungen

2021
Liuba Gallery Lübbenau, “abBAU: ausgekohlte_landschaften” (GA)

2020  
Galerie Judith Dielämmer, Grevenbroich, „Natürlich Natur“ (GA)
Düsseldorf, Freie Künstler Meerbusch „Kaffee Einblick“ (GA)

2019  
Jahresausstellung Kunst.Neuss e.V. „Potenziale“ (GA)
Kulturbahnhof Korschenbroich „Material-Erde“ (EA)
Düsseldorf Ballhaus Kunst.Neuss, „Zeit ist Leben-Lebenszeit“ (GA)

2018  
Teloy Mühle, Jahresausstellung Freie Künstler Meerbusch (GA)
Schloss Dyck Grevenbroich „Zeigen ist die Lebensaufgabe des Künstlers“ (GA)

2017  
Versandhalle Grevenbroich, „Unterwegs“ Christa Schoeppel, Karin Gier (GA)
Galerie P91 Wevelinghoven (GA)

2016   
Jahresausstellung Neusser Künstlerkreis (GA)
Jahresausstellung Freie Künstler Meerbusch (GA)

2015    
“Art to Go”/Kunst zum Mitnehmen, NKK,  im Romaneum/Neuss (G)

2014    
Jubiläumsausstellung, 10 Jahre, Material, Malerei, Zeichnung (MMZ) (GA)
Gier, Krechel, Schöppel, Musikschule, Romaneum, Neuss

2013    
20 Jahre Freie Künstler Meerbusch, Teloy Mühle, Düsseldorf-Meerbusch (GA)
NKK, Kunstmarkt Romaneum, Neuss (GA)

2012    
Jahresausstellung Künstlergruppe Querschnitt, Romaneum /Neuss (GA)
Erde trifft Stein, Neuss (GA)
30 Jahre Kunstkreis Meerbusch, Teloy Mühle, Düsseldorf- Meerbusch (GA)

 2011   
Ortswechsel MMZ Musikschule/Neuss (GA)
Deutsche Bank Neuss (EA)

2010    
Atelierhaus Köln (GA)
Von Erde bist du genommen, Ev. Kirche Möllen (EA)
Galerie p91 Grevenbroich (land-art) Gier, Schöppel (GA)

Liuba Gallery Lübbenau, Gruppenausstellung "abBAU: ausgekohlte_landschaften"
Kulturbahnhof Korschenbroich, Einzelausstellung (2019)
Ausstellung Neusser Künstlerkreis e.V. „Potenziale“ (2019)
Freie Künstler Meerbusch, Jahresausstellung Teloy Mühle Meerbusch (2017)

"Hier werden wir durch die Farbenvielfalt im Boden erstaunt: Farbtöne Braun, Ocker, Orange, Schwarz, Grau und Weiß erinnern uns an die ewige Geschichte unseres Planeten, an die Prozesse der Entwicklungen, Verwandlungen und Wiederholungen der Natur. Diese dezenten Farben wirken warm und beruhigend, obwohl wir im Hintergrund die jahrtausendalten Auseinandersetzungen der Menschen mit der Natur ahnen".

– Junko Tamada, Kunsthistorikerin

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